Samstag, 5. Dezember 2015

Bach und seine Messen

Heute schreibe ich euch von Johann Sebastian Bach (*21.03.1685-28.07.1750) ;







 ein Musiker und Komponist , den ich sehr verehre . U.a. schrieb er mehrere Messen , auch sogar für die Katholiken . Er war eigentlich Protestant (also evangelisch) .Seine Messe in H-moll ,die ich euch heute vorstellen möchte , spiegelt seine Komplexität und Genialität wieder, er schreibt diese Messe für die Katholiken . Ein Meister seiner Kunst !
In dieser Messe geht es ihm , um die Vergebung der Sünden . Auch ein Atheist wie ich , wird ehrfürchtig bei dieser musikalischen Umsetzung von Bach. Nicht nur , das es musikalisch sehr anspruchsvoll ist , auch ein nichtgläubiger Mensch wie meine Wenigkeit , geht anschliessend etwas ehrfürchtiger durch die Welt .
hier der Monte Verdi Chor
Ich möchte euch nun nicht länger auf die Folter spannen und blende euch hier den link ein zu einer musikalischen Darbietung vom Feinsten

H-messe von Bach

Anmerkung: U.a. schrieb er auch die Matthäuspassion und die Johannespassion

Ich wünsche euch einen schönen 2.Advent morgen und hoffe alle Gläubigen verzeihen mir meine Andersgläubigkeit . LG von Mariechen 

Samstag, 24. Oktober 2015

Traum oder Wirklichkeit

ein Steinadler zieht seine Kreise über die Wiesen und Felder ...

ein Gedicht von Gottfried Keller kommt mir dazu in den Sinn :

"Es wandert eine schöne Sage 
wie Veilchenduft auf Erden um, 
wie sehnend eine Liebesklage
geht sie bei Tag und Nacht herum .
Das ist das Lied vom Völkerfrieden
und von der Menschheit letztem Glück,
von goldner Zeit , die einst hienieden, 
 der Traum der Wahrheit , kehrt zurück ." 


Einen entspannten Abend wünsche ich meinen Lesern und kehre nun auf mein Sofa zurück . 

Donnerstag, 6. August 2015

Abend

"Der Abend wechselt langsam die Gewänder ,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält ;
du schaust und von dir scheiden sich die Länder,
ein himmelfahrendes und eins , das fällt ;
und lassen dich , zu keinem gnaz gehörend ,
nicht ganz dunkel wie das Haus , das schweigt ,
nicht ganz so sicher Ewiges beschwörend 
wie das , was Stern wird jede Nacht und steigt -
und lassen dir (unsäglich zu entwirrn)
dein Leben bang und riesenhaft und reifend ,
so dass es , bald begrenzt und bald begreifend , 
abwechselnd Stein in dir wird und Gestirn ."
Reiner Maria Rilke 

















mit diesem schönen Gedicht verabschiede ich mich in die nacht und wünsche eine selbige ...

Montag, 13. April 2015

Eine Nachtgeschichte zum weiterschreiben ...

Die Nacht war längst weit fortgeschritten als endlich der Mond zum Vorschein kam. Keine Menschenseele war weit und breit zu sehen . Die Schwere des süßen Schlafes hat die Meisten schon  zur Strecke gebracht . Nur mühsam komme ich voran ; der Wald , indem ich herumgeistere ist noch lange nicht zu Ende . Kleinste Geräusche lassen mich zusammenfahren und einen Moment innehalten.


Nach längerer Zeit komme ich auf eine Lichtung , der Untergrund ist schlammig und glitschig . Die großen Felsensteine liegen vor mir wie Mahnmale längst untergegangener Zeiten . Ich habe den Eindruck , jedes Geräusch lauter zu hören als im Tagesgeschehen . Ich schnaufe wie eine Dampflock und quäle mich auf die obersten Felsen , in der Hoffnung endlich eine Richtung , in der ich wieder hinausfinde aus diesem Irrgarten zu finden . 
Doch auch mit dem etwas besseren Ausblick dort oben , kann ich immer noch kein Ende des Waldes erkennen .  Warum ist bloß mein Auto an dieser Stelle liegengeblieben ? Ein paar Kilometer weiter , wäre sicher längst eine menschliche Siedlung aufgetaucht , irgendwas , ein Ortsschild , ein Bauernhof , irgendwas. Aber nein , mitten in der Pampa muß mir das passieren . . . 

Meine Idee ist , dass ihr liebe Leser versucht die Geschichte weiterzuspinnen und zu schreiben , wenn ihr Lust habt . Wenn sich keiner traut , lasse ich mir beizeiten etwas einfallen . Viel Vergnügen beim Schreiben . 

erste Variante von Alex Numui wie es weitergehen könnte :
...Hastig schritt ich voran .So schnell wie mein Gepäck es zuließ. Das Mondlicht wies schemenhaft die Richtung .Das gab mir Sicherheit beim Vorankommen .Fest umschlossen hielt ich meinen Wanderstab, unter meiner Kutte spürte ich das Kratzen meines Pullovers nicht mehr .Ich trug ihn aus Liebe . Die Liebe , die mich aufbrechen ließ, auf diese Wanderschaft . Das Ziel fest im Blick . In Trance stampfte ich nun aufwärts . Kühle Luft umwehte mein Haupt , denn eine Brise kommt auf. Noch bevor ich die Kuppe erreiche . Das Unterholz lichtet sich. Man kann die Umrisse der Baumstämme nun besser erkennen.Meine Furcht wurde dadurch nicht geschmälert . Leise spreche ich zu mir ;" was mache ich hier eigentlich?"Die Nacht , in der die Schatten kein Erbarmen mit dem Licht der Gestirne auf Erden hat . "Hätt ich doch nur eine Taschenlampe bei mir ".Großmutter hat uns Kindern im Schein der Taschenlampe immer Gruselgeschichten erzählt . Nun fallen sie mir alle wieder ein .Oh wie haben wir uns gefürchtet , gleichzeitig waren wir fasziniert . " Mehr , mehr riefen wir , immer wenn das Ende der Geschichte nahte ". Nun fallen sie mir wieder ein , in dieser , für mich nicht gerade willkomenen Stunde . "Was war das , eine Berührung ?" ....bis hierhin war Alex so nett seine Geschichte weiterzuschreiben . Hat noch jemand eine Idee wie diese Geschichte weitergehen könnte ??

nochmal eine kleine Fortsetzung von Alex :
..."was war das , eine Berührung?" Reflexartig zog ich meine freie Hand zur Seite. Es schien als berührte mich eine Hand . Nur zart , aber spürbar. 
Eine arme Seele hier , nein das konnte nicht sein .Ich verstummte in der Bewegung , keinen Laut gab ich von mir . Großmutter sagte " wenn du einer armen Seele begegnest , sei furchtlos !" Sprich ein Gebet , sodass du nicht getäuscht oder versucht wirst.
Und nur wenn du es willst , so nimm Kontakt auf . Aber warnte sie , sei mit dem Herzen dabei. Nein , ich fühlte mich nicht stark genug dafür , nicht heute . Ich hatte einen anderen Plan . Eine andere Vorsehung ist mein Schicksal . Die Sicherheit ..... 
 

Dienstag, 31. März 2015

Zwielicht






"Dämmrung will die Flügel spreizen, 
schaurig rühren sich die Bäume ,
Wolken ziehn wie schwere Träume -
was will das Graun bedeuten ?
Hast ein Reh du lieb vor andern,
lass es nicht alleine grasen,
Jäger ziehn im Wald und blasen,
Stimmen hin und wieder wandern .

Hast du einen Freund hinieden,
trau ihm nicht zu dieser Stunde ,
freundlich wohl mit Aug und Munde,
sinnt er Krieg in tückschen Frieden.
Was heut müde gehet unter ,
hebt sich morgen neugeboren .
Manches bleibt in der Nacht verloren-
hüte dich , bleib wach und munter !"  

Joseph von Eichendorff 

Das Gedicht spiegelt die Mehrdeutigkeit der Abenddämmerung . Für den Einen ist sie bedrohlich , kündigt sie doch das Ende an , für den anderen gibt sie Raum für einen Tagesabschluß , seine Gedanken zu sortieren  und kündigt die Erneuerung an . So ist der Schlaf immer wieder ein kleiner Tod , der uns ereilt , um wieder einen Neubeginn zu wagen . Das Zwielicht der Abenddämmerung symbolisiert den Übergang von Wach und Schlaf.
Vielleicht mag ich dieses Zwielicht deshalb so gerne , da ich zu dieser Stunde geboren bin . 

Mittwoch, 25. März 2015

Mondbeglänzte Zaubernacht

"Mondbeglänzte Zaubernacht , 
die den Sinn gefangen hält ,
 wundervolle Märchenwelt ,
steig auf in der alten Pracht !

Liebe lässt sich suchen , finden ,
niemals lernen , oder lehren,
wer da will die Flamm entzünden 
ohne selbst sich zu versehren , 
muß sich reinigen der Sünden .

Alles schläft , weil er noch wacht ,
wenn der Stern der Liebe lacht ,
goldene Augen auf ihn blicken , 
schaut er trunken vor Entzücken 
Mondbeglänzte Zaubernacht ." 

ein Gedicht von Ludwig Tieck 


Montag, 16. Februar 2015

das Loch

"Das Glück ist die Maus , die zum Loch heraus schaut wenn es die Katze nicht sieht. "


sagt Anke Maggauer-Kirsche , die 1948 geboren ist und eine deutsche Lyrikerin ist.

Freifrau von Eschenbach (1830-1916) setzt einen drauf und behhauptete :

"Bescheidenheit kriecht aus dem gleichen Loch wie die Eitelkeit ".

Andrea Meneghin (1967 geb) fügt ernüchternd hinzu :

"Sitzt man im Loch , bleibt nur der Ausblick nach oben !"




So bleibt mir nur , euch einen schönen Abend zu wünschen und hoffe , dass ihr nicht in ein Selbiges fallt ,euch nicht den Hals brecht und die Dinge nehmt wie sie kommen . 
Es kütt wie´s kütt , sacht der Rheinländer , womit er ausnahmsweise mal Recht hat .