Donnerstag, 11. Juli 2013

ein Philosoph und seine Theorie der Hyper-Realität

Jean Baudrillard,
ein französischer Philosoph ,der mich beschäftigt mit seinen Ideen
vom
TOD DER GESELLSCHAFT

Er behauptet in seinem Buch „Im Schatten der stillen Mehrheiten“ ,dass sich unsere heutige Gesellschaft in einem Zustand der „Implosion“ befindet. Er behauptet alte Klassenstrukturen seien verschwunden und haben sich aufgelöst .Der heutige Mensch lebe in der „Leere der Masse“ ,wie er es nennt.Der Begriff Klasse habe seinen Sinn verloren ,da sich die Masse in einem schwammigen ,durchsichtigen Zustand befände.
Wenn ich mir die Freundeslisten einiger facebook-fans anschaue kommen mir ähnliche Gedanken von einer gewissen Leere der Masse.
Die Masse wird von so vielen Informationen überschwemmt ,dass sich in Wirklichkeit Desinformation und Bedeutungslosigkeit einstelle. Durch Statistiken, Meinungsumfragen und Verkaufsstrategien seien sie so „durchleuchtet“ und analysiert worden, daß sie gar nicht mehr auf aufgeklärte politische Vorstellungen reagieren.Sie haben auch alle bisher gültigen Denkkategorien quasi heruntergeschluckt ,die einst eine potentiell befreiende macht waren. Laut Baudrillard ist das uns aufgezwungene Gesetz der Verwirrung der Denkkategorien:“alles ist sexuell.Alles ist politisch.Alles ist ästhetisch Alles gleichzeitig.Jede Denkkategorie ist bis zum größtmöglichen Ausmaß verallgemeinert worden, so dass sie ihre erläuternde Funktion längst verloren hätte und austauschbar geworden sei.

Baudrillard spricht von einer Art „Hyper-Realität“;







Die Vermassung der Gesellschaft habe dazu geführt ,dass die herkömmliche Weise einer Analyse nicht mehr möglich sei. Er präsentiert eine neue Methode der Gesellschaftsanalyse in seinem bekannten Buch „Amerika“
welches in Form eines Reiseberichtes geschrieben ist.
Darin beschreibt er die Unwirklichkeit der amerikanischen Kultur ,wie er sie erlebt hat.



Für Baudrillard zeigt sich Amerika wie eine Wüste , eine kulturelle Leere ,in der sich Wirklichkeit und Unwirklichkeit der amerikanischen Bevölkerung so mischen ,das Unterschiede zwischen beiden verschwinden.

Das gesamte Leben der Menschen verlaufe so, als hätten sie eine Rolle in einer Seifenoper oder Film. Auch nach dieser heftigen Kritik an der zeitgenössischen Kultur fällt Baudrillard kein moralisches Urteil ,auch missbillige er sie nicht .Für ihn sei die alte Logik von Gut und Böse nicht anwendbar auf diese Kultur ,sodass eine Untersuchung sinnlos erscheint.

Zu diesem Philosophen hätte ich gerne mal eure Meinung gehört ,falls ihr ihn kennt und eine habt.
Weiterführende Links:


Dieser Text beinhaltet teilweise Auszüge aus dem Buch:“ die Geschichte der Philosophie“von Martin Oliver