Dienstag, 27. August 2013

Torsburgen

TORSBURGEN
Alte Zeiten dringen an mein Ohr,
durchzogen vom Schreien und Meeresrauschen.
Hohe, mächtige Mauern steigen plötzlich empor,
auch sie scheinen zu lauschen.
Blasse Gestalten eilen umher,
verschwinden hier und tauchen dort wieder auf.
Ihre Schatten sind leer,
aber lebendig und im Kampfesrausch.

Das Echo vergangener Zeiten,
klingend wie ein ferner Herzschlag.
lassen meine Augen weiten,
verschleiern den heutigen Tag.
Die Stille ist mächtig an diesem Ort,
verdeckt die Schicksale vieler Menschen,
verdeckt den vielfachen Mord,
mit all seinen Wurzeln und Flechten.

Wie eine Welle brandet das Heute an diesem Fels
und verliert sich im dichten Gestrüpp.
Dort wo jetzt Schafe weiden mit ihrem dichten Pelz,
verweilt sie und kommt nicht mehr zurück.
Meine Gedanken verlieren den Halt,
sie fliegen weit davon.
Jetzt bin ich allein in diesem Wald,
aber wer bin ich schon?



C. Nellessen Torsburgen/ Ljugarn , 22.08.13Copyright by C.Nellessen