Freitag, 6. September 2013

Närrische Gedanken

NÄRRISCHE GEDANKEN

Heute, an jenem Morgen,
wenn die Zeit voran geschritten.
Werde ich mir die Träume borgen,
denn mir fehlt etwas, unbestritten.
Wie mit einem Netz jage ich mit ihnen dann davon
und versuche das Vergangene einzuholen.
Wie auf der Suche nach dem verlorenen Sohn,
den mir jemand, während ich schlief, gestohlen.

Ich stolpere über Steine,
die Lügen gleich.                          
Falle auf meine krummen Beine,
falle mal hart, mal weich.
Die Ziegen und Schafe lachen,
laut und aus vollen Kehlen.
Aber was soll ich machen,
suchen ist besser als stehlen!

Ich muß mich beeilen,
denn der Tag ist dem Ende nahe.
Eine Angst läßt mich verzweifeln:
Wenn ich die verlorene Zeit nicht einfange,
dann muß ich die ganze Nacht durchlaufen.
Dann hat mich die Zeit in der Zange,
und ich muß jämmerlich darin ersaufen!

C. Nellessen 04.09.13