Mittwoch, 23. Oktober 2013

die Muschellinie

Etwa einhundertfünfzig Jahre vor Christus erfand der griechische Geometer Niko-medes diese Linie. Es handelt sich dabei um eine Linie, die Isaak Newton später zur graphischen Lösung von Gleichungen dritten und vierten Grades benützte. Bei Nikomedes hatte diese Linie den Namen Konchoide. Sie entsteht dadurch dass eine Gerade sich um einen Punkt O dreht und auf ihr von ihrem Schnittpunkt mit einer festen im Abstand p von O befindlichen Geraden ein Stück m nach beiden Seiten abgetragen wird. Ihre Gleichung in Parallelkoordinaten ist(x2+ y2) (p – y)2= m² y2, in Polarkoordinaten(r ± m)cosφ = p. Im unendlich fernen Punkt der festen Geraden = p hat die Konchoide einen Selbstberührungspunkt mit der Geraden als Asymptote.
Ist euch nun alles klar- oder sind alle Klarheiten beseitigt worden?
Die mathematische Wissenschaft gehörte ja nicht gerade zu meinen hervorragensten Fähigkeiten. In der Geometrie konnte man sich wenigstens unter den gesetzlichen Aussagen etwas vorstellen. 
In der Geometrie bin ich soweit gekommen, dass ich eine „Schleife" erklären konnte. Ich habe auch im Blick auf die Schönen und die Reichen eine gewisse Vorstellung davon, was eine Kurve ist. Wenn ein Mann so eine Frau beschreibt, macht er gemeinhin immer so kurvenreiche Handbewegungen. ( * ) Nun noch einmal zurück zur Muschel:



Wenn man am Strand eine Muschel findet und sie genau anschaut, kann man feststellen, dass sie am Rande regelmäßige Aus- und Einbuchtungen hat ; es entsteht auf diese Weise eine kurvenreiche Linie, deren Ein- und Ausbuchtungen gegen Ende der Muschel in einem von der Natur gesetzmäßig festgelegten Grade immer kleiner wird. Und das war es, was den Niko-medes zu seiner Konchoiden - Idee gebracht hat. 
Wenn man nun diese Kurvenfolge mal z e i t l i c h interpretiert, so kommt man zu dem Ergebnis, daß mit zunehmendem Alter die kurvenartigen Ausbuchtungen einer Frau auch immer mehr abnehmen werden. Hui! - Da hab ich aber mal wieder einen losgelassen.


"In vestimentis non est sapientia mentis!"( Spruch von 1885 )

°In der Kleidung steckt die Weisheit des Geistes nicht !°

enthält Auszüge aus einem Briefwechsel zwischen mir und meinem Philosophenvater....