Freitag, 9. Mai 2014

Vom Reichtum...





"Reichtum häufe ein anderer ,den rötlichen Schimmer des Goldes,
Nenne an Fluren bebaut Morgen sein Eigen ohne Zahl,
einer, den Mühe beständig die Furcht vor dem Feind in der Näh`,
Kriegstompeten-Getön erschalle, es raub ihm den Schlaf:

Mir soll ein Leben , das Mühen nicht kennt , meine Armut entbreiten;
leuchte ohne Unterlaß nur Feuer auf dem Herd,
Nicht begehr ich den Reichtum der Väter , nicht will ich die Früchte,
welche dem Ahnen von einst früher die Ernte wohl barg:

Wenige Saat ist genug , genug ist´s , zu ruhn auf einfachem Lager !"

dieses Gedicht stammt von Albius Tibullus, der zur Zeit des Kaisers Augustus lebte. Es ist das Einleitungsgedicht seiner Elegien ;Vers 1-8

So soll es sein ;wenn es mit rechten Dingen zugeht ...