Samstag, 23. August 2014

auf den Spuren Störtebeker´s in Ostfriesland








Das Alter von Marienhafe ist nicht bekannt .Erste Ansiedlungen soll es um 800 vor Christus gegeben haben. Archäologische Funde weisen ebenfalls auf eine Besiedelung im frühen Mittelalter hin.

Anfang des 9. Jahrhunderts soll der Missionar Liudger auf einem heidnischen Heiligtum einen christlichen Altar errichtet und einen Wallfahrtsort hierher gestiftet haben . Marienhafe wurde als Handelsort und Marktort angelegt. (12.Jahrhundert)

Der Ort erhielt das Privileg des Marktrechts und stand unter dem Schutz der Kirche .

Wen wundert es da , dass im 14. Jahrhundert Seeräuber lukrative Geschäfte in Marienhafe tätigten .

In den Jahrzehnten zuvor schafften Sturmfluten eine Verbindung zum Meer ,es entstand ein tideabhängiger Hafen , der von Ortskundigen mit flachen Schiffen zu erreichen war. Piraten ,unter denen Störtebeker war , nutzten diesen Hafen , um Handelsgeschäfte mit den reichen Bewohnern und der Häuplingsfamilie Brok zu tätigen.

Diese glanzvolle Zeit währte nur kurz; im Frühjahr 1400 schickte die Hanse elf Schiffe nach Ostfriesland ,um gegen die Seeräuber vorzugehen. Auf der Osterems vor der Küste nahe der Leybucht wurden 80 Piraten im Kampfe „niedergemacht“ und 25 an Land gefangen in Emden hingerichtet. Nach Ostfriesland konnten die Seeräuber nicht mehr zurück. 
 seitlicher Eingang in den Störtebekerturm

Innerhalb des Turms befindet sich ein kleines Museum ,in dem kleine Bilder ausgestellt sind ,kleine Bronzebilder und der eigentliche Zugang zum oberen Teil des Turms befindet sich dort .

Neugierig stieg ich zunächst die Holztreppe empor , nach der30. Stufe taten mir die Kniee weh, aber Indianer kennen ja keinen Schmerz , schon gar nicht zugeben vor den Jungs .:)
Dann ging es weiter auf einer steinernen Rundtreppe , die schon mächtig eng bemessen war . Also vorsicht ; übergewichtige Leutchens kommen nicht so ohne weiteres dort durch. 
Also weiter , nach schwindeligen 30 Stufen höher , kam eine Art Dachstuhl , mit dicken alten knorrigen Balken und einer mächtigen Glocke .

 zwischendurch ein kleiner Lichtblick durch diese schmalen Fenster :


die in Stein gehauene Wendeltreppe wurde immer schmaler , die Stufen kleiner und es ging steil bergauf.


Mein Knie ist bald abgefallen und ich schnaufte wie eine Dampflock .Aber wir sind angekommen . Belohnt wurden wir oben auf einer Art begehbaren Dach mit diesem Ausblick :


























 Wo ist denn jetzt die Anbindung zum Meer ? ....da war keine mehr ;alles verlandet und ein kleiner Friedhof liegt seitlich vom Störtebekerturm. Auf der anderen Seite befinden sich Häuser und ein Dorfplatz.
Als wir wieder rauskamen , war ich froh , dass ich dort nicht gestürzt bin und fand es fast ein wenig unheimlich in diesem engen Turm. Weiter gings , ein kleiner Bummel durch die Stadt Marienhafe führte uns hierhin :
da steht er ;Claus Störtebeker ;eine Skulptur , die ein Ostfriese im letzten Jahrhundert gebaut hatte.















OH ,was sehen meine entzündeten Augen ? Störtebeker Bier ! ob es das hier noch gibt ?
Leider fehlte die Zeit ,eine Kneipe aufzusuchen , also zogen wir weiter in Richtung Heimat . 
Fazit des Ausflugs :
Nächstes Jahr möchte ich zu den Sörtebekerfestspielen , die jedes Jahr an der Ostsee ,auf Rügen stattfinden ! Ich glaube , da ist etwas mehr los mit Störtebeker:)
hier gibt es einen Fanshop online , der tolle Dinge anbietet wie Kartenspiele und T-shirts ,Poster und so weiter Störtebeker Fanshop

abschliessend noch ein Photo vom Schiff der Störtebekerfestspiele in 2010 oder 2011 aufgenommen.