Freitag, 8. August 2014

Reise in die Vergangenheit ; Carl Spitzweg

  Bildausschnitt "ein Hypochonder" um 1865


Der Maler und Künstler Carl Spitzweg erblickte am 5.Februar 1808 in München das Licht der Welt .
Er war der zweite Sohn einer gutbürgerlichen Familie ,neben zweier Brüder , für die der Lebensweg schon vom Vater verplant war. Ein selbständiger Vorwitz wurde unter dem strengen Regiment des Vaters nicht geduldet.
So sollte der eine Arzt werden, der andere Apotheker und der dritte sollte das väterliche Geschäft übernehmen. Simon Spitzweg ,Carls Vater gründete eine Materialwarenhandlung in der Eisenmannsgasse und Neuhauserstrasse. Besagter Simon Spitzweg heiratete eine Obstlerstochter, Franziska Schmutzer.
Aber das Schicksal machte der gutbetuchten Familie einen Strich durch die Rechnung , was die Berufungen der drei Söhne betraf. Starb doch der älteste (auch Simon heißend) am 28.4.1829, im fernen Alexandrien . Eduard der jüngste wurde nicht Arzt , sondern trat an die Stelle des verstorbenen Bruders und übernahm dessen Handelshaus.

Carl Spitzweg besuchte das humanistische alte Gymnasium in München und bestand anschliessend die Apothekerausbildung "mit Auszeichnung" ,verfolgte noch einige Jahre seinen vorgeebneten Weg des Vaters als Apotheker , 1833 bezog er seine eigene Wohnung in der Dienersgasse -und dann plötzlich fasste er den Entschluß Maler zu werden.
So plötzlich schien die Entscheidung nicht ausgelöst worden zu sein, er reiste zunächst noch nach Italien , lernte den Maler Christian Heinrich Hansonn kennen , malte zunächst als Zeitvertreib (galt wohl damals als beliebter Zeitvertreib der gehobeneren Schichten), um sich dann gänzlich der Malerei zu widmen.
Carl Spitzweg starb am 23.September 1885 ; bereits ein Jahr vor seinem Tod machte er sich Gedanken, was auf seinem Grabstein stehen sollte. In einem Brief an seinen Freund beschrieb er es .Ob es so gekommen ist , weiß ich leider nicht .
"Alle sind´s eitel sagt Salomo , also sogar ich"


"Nachdenklicher Herr",enstand um 1850





der Bücherwurm ,um 1850


Bildausschnitt des Taschentuchs vom Bücherwurm 
Bildausschnitt des lesenden Bücherwurms 
Wobei ich befürchte ,dass der Bücherwurm kurzsichtig sein musste :)
 Den "Bücherwurm " finde ich mit am Besten ,da mir es ebenso geht, wenn ich vor meinem Bücherregal stehe und eigentlich ein bestimmtes Buch suche , dann entdecke ich da noch was interessantes und dort ; ach ja da steht es ja , was ich neulich so gesucht habe ....:) so fühle ich mich ihm verbunden .....