Donnerstag, 21. August 2014

Stimmungsschwankungen







 
In diesen Zeiten ist das ein dehnbarer Begriff; politisch betrachtet finde ich momentan gar keinen humanistisch vertretbaren Platz . Ich lese und höre von Flüchtlingen , die im Nirgendwo unterwegs sind , von Stadtbewohnern , die etwas dagegen haben, dass in ihrer unmittelbaren Nähe ,diese Menschen aufgenommen , was sage ich ,verwahrt werden . Es geht innerhalb dieser Disskussionen  um das "Benehmen" dieser Menschen . Da werden Klischees aufgemacht aus den 30er Jahren , von Vergleichen zu Zigeunern  ,jaja , das sind die , wo wir als Kinder noch von unseren Müttern aufgefordert wurden , die Wäsche reinzuholen ; die Zigeuner wären in der Stadt bis hin zu der fast "amerikanisch " anmutenden Meinung , diese "Ausländer" wären alle schwer bewaffnet ,mit Säbeln nur so rasseln und unsere Kinder könnten nicht mehr alleine zur Schule gehen ; ja in solchen Zeiten gibt es das alte Menschenbild der Deutschen gleich mit dazu ....wie armseelig mir diese Argumente rüberkommen ,da bleibt mir meist nur ein Klos im Hals. 

Wären da nicht die Kinder ; mit befleckter , eingerissener Kleidung , viel zu kleinen Schuhen ,verklebten Haaren und unendlich traurigen Augen. Ja da schwanken die Stimmungen ,von mitleidigen Blicken auf den fast aufdringlichen kleinen Mann vor dem Getränkemarkt mit seinem Plastikbecher in der Hand ,bis hin zum eigenen  Schweinehund , der einem in´s Ohr flüstert "du kannst denen auch nicht helfen", geh einfach weiter ....